Camper mit Allrad unter 3,5 Tonnen - Warum mich der Sunlight IBEX überrascht hat
Ich hätte nie gedacht, dass mir ausgerechnet ein Offroad-Tag noch einmal eine ganz neue Perspektive auf das Thema Allrad eröffnet.
Nein, ich möchte jetzt nicht plötzlich Flüsse durchqueren oder steile Felsen erklimmen. Mir ist aber klar geworden, wie oft ich auf meinen ganz normalen Roadtrips an Situationen vorbeikomme, in denen etwas mehr Traktion, Bodenfreiheit und die richtigen technischen Helfer den entscheidenden Unterschied machen können.
Ich war fahre seit 2021 Camper und ich war jahrelang absolut fein damit, keinen Allrad zu haben.
Nicht, weil ich grundsätzlich keinen haben wollte. Natürlich habe ich immer mal wieder mit einem Allrad geliebäugelt. Gerade wenn ich irgendwo in Skandinavien auf einem Schotterweg stand oder in Kroatien einen kleinen Stellplatz direkt am Meer entdeckt habe, dachte ich schon manchmal: "Jetzt wäre Allrad und mehr Bodenfreiheit schon irgendwie praktisch."
Trotzdem war das für mich nie wirklich eine Option.
Der Grund war ziemlich einfach:
Ich wollte unbedingt unter 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht bleiben.
Ich wollte keinen Lkw-Führerschein machen, keine zusätzlichen gesetzlichen Regelungen beachten müssen und mir die Freiheit erhalten, meinen Camper einfach wie ein normales Auto fahren zu können. Themen wie andere Tempolimits, andere Mautregelungen oder weitere Vorschriften wollte ich auf meinen Reisen ehrlich gesagt nicht auch noch im Kopf haben.
Also fiel die Entscheidung damals auf meinen Grand California 680 mit Frontantrieb.
Dazu kamen Loder AT Reifen und Delta-Felgen, die dem Fahrzeug auf losem Untergrund noch einmal ein bisschen mehr Reserven geben. Und damit ging es los.
Oder besser gesagt:
Damit ging es in den letzten drei Jahren ziemlich weit.
Meine Roadtrips sehen wahrscheinlich genauso aus wie die von vielen anderen Campern
Wenn ich unterwegs bin, suche ich nicht die schwierigsten Strecken Europas. Ganz im Gegenteil.
Ich liebe genau die Orte, wegen denen ich überhaupt angefangen habe, Camper zu fahren.
🍃 Den kleinen Naturcampingplatz in Kroatien zwischen Olivenbäumen.
🏔️ Den Stellplatz direkt am See im Allgäu auf der Wiese.
🌲 Die ruhigen Naturcampings in Schweden.
🛶 Die Schotterstraße irgendwo in Norwegen.
🌾 Den Feldweg zu einer kleinen Badestelle.
🌿 Den Stellplatz mitten im Wald in Slowenien.
✨ Oder einfach diese kleinen, idyllischen Plätze, die man meistens genau dann findet, wenn man die Hauptstraße ein bisschen verlässt.
Ich stehe immer auf offiziellen Stellplätzen und kleinen Campingplätzen. Trotzdem führen die letzten Meter erstaunlich oft über Schotter, Wiesen, Feldwege, losen Untergrund oder sandige Zufahrten. Und genau dort wird es manchmal spannend. Nicht spektakulär. Sondern einfach genau so, wie vermutlich die meisten von uns reisen.
Ehrlicherweise hatte ich in drei Jahren nur zwei Situationen, in denen ich wirklich an meine Grenzen gekommen bin
Das finde ich wichtig zu erwähnen. Denn ich möchte überhaupt nicht den Eindruck vermitteln, dass jeder Camper sofort einen Allrad braucht. Mit meinem Grand California bin ich wirklich unglaublich weit gekommen. Toi, toi, toi.
Es gab eigentlich nur zwei Situationen, die mir bis heute im Kopf geblieben sind.
Die erste war in Dänemark. Ich stand direkt am Strand. Einige kleinere Allrad-Camper fuhren problemlos wieder los. Mein Grand California hatte auf dem weichen Sand irgendwann einfach keine Chance mehr. Ich musste herausgezogen werden.
Die zweite Situation war auf einem Feldweg. Von außen sah alles völlig harmlos aus. Erst beim langsamen Fahren habe ich gemerkt, dass ich mit der Trittstufe aufgesessen bin.
Beides waren keine spektakulären Offroad-Strecken. Und genau das hat mich nachdenklich gemacht. Denn diese Situationen kennen wahrscheinlich viele Camper.
Der Sunlight IBEX will gar kein Extrem-Offroader sein
Und dann baut Sunlight diesen Camper. Und mich hat der IBEX gleich interessiert.
Ich war unglaublich gespannt, als Sunlight mich zum Offroad-Event im Offroad-Park am Nürburgring eingeladen hat. Dort durfte ich den neuen Sunlight IBEX nicht nur aus nächster Nähe kennenlernen, sondern ihn auch selbst fahren - begleitet von erfahrenen Offroad-Instruktoren, die uns verschiedene Fahrsituationen erklärt und gezeigt haben, worauf es auf losem Untergrund wirklich ankommt. Dazu findest Du auf meinem Instagram Account auch schon ein Reel.
Für mich war das die perfekte Gelegenheit. Ich konnte den IBEX genau in den Situationen erleben, für die er entwickelt wurde, und gleichzeitig unglaublich viele Tipps mitnehmen, die auch jedem Camperfahrer mit Frontantrieb weiterhelfen können.
Schon nach den ersten Metern wurde mir etwas klar.
Der IBEX versucht gar nicht erst, ein Fahrzeug für Expeditionen oder extremes Offroad-Gelände zu sein. Während des gesamten Trainings hatte ich nie das Gefühl, dass Sunlight genau das vermitteln möchte. Stattdessen geht es um etwas ganz anderes.
Der IBEX ist für Menschen gebaut, die so reisen wie ich.
Für Menschen, die kleine Abenteuer lieben. Die sich über einen ruhigen Stellplatz am See freuen. Die gerne den Schotterweg bis zur einsamen Bucht fahren. Die auf Naturcampings in Schweden stehen, in Kroatien zwischen Olivenbäumen übernachten oder im Allgäu den letzten Feldweg bis zum Bergblick nehmen.
Genau für diese Art von Reisen bringt der IBEX Eigenschaften mit, die im Alltag einen echten Unterschied machen können. Nicht, weil man plötzlich Strecken fahren möchte, die eigentlich gar nicht für Camper gedacht sind. Sondern weil genau diese scheinbar harmlosen Wege manchmal die größte Herausforderung darstellen und ein bisschen mehr Bodenfreiheit, Traktion oder eine Differenzialsperre darüber entscheiden können, ob man entspannt weiterfährt oder doch Hilfe braucht.
Und genau das hat mich an diesem Fahrzeug so überzeugt. Es möchte gar nicht mehr sein, als er ist. Kein Extrem-Offroader, sondern ein durchdachter Camper für Menschen, die gerne dort unterwegs sind, wo die schönsten Roadtrip-Erinnerungen entstehen.
Warum ich das Fahrzeug so spannend finde
Was mich besonders begeistert hat, ist nicht ein einzelnes Feature. Es ist vielmehr die Kombination.
✅ Allrad auf VW-Basis
✅ unter 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht
✅ kompakte sechs Meter Fahrzeuglänge
✅ kleiner Wendekreis
✅ mehr Bodenfreiheit
✅ Differenzialsperre
✅ Berganfahr- und Bergabfahrassistent
✅ modernes, leichtes Interieur
✅ mehrere hundert Kilogramm Zuladung
✅ eigens entwickeltes Sunlight-Dach mit integrierter Markise und voller Stehhöhe
Gerade der Punkt unter 3,5 Tonnen dürfte viele Camper beschäftigen. Denn genau dort scheitert der Wunsch nach einem Allrad häufig. Der IBEX zeigt, dass diese Kombination durchaus möglich ist.
Meine größten Learnings aus dem Offroad-Training
Fast noch spannender als das Fahrzeug selbst war für mich das Training mit den Offroad-Instruktoren. Ich habe dort unglaublich viele Dinge gelernt, die nicht nur für Allrad-Fahrer interessant sind, sondern genauso Menschen helfen können, die mit einem Fronttriebler oder Hecktriebler unterwegs sind.
🚐 Learning 1: Gerade Räder bringen oft mehr Traktion
Mein größtes Aha-Erlebnis war tatsächlich die Stellung der Räder. Sobald der Untergrund locker wird, neigt man intuitiv dazu, stärker einzulenken. Genau dadurch schieben die Reifen Schotter oder Sand wie eine kleine Welle vor sich her und verlieren zusätzlich an Traktion. Sind die Räder möglichst gerade ausgerichtet, kann das Fahrzeug die vorhandene Kraft deutlich besser auf den Untergrund übertragen. Ein kleiner Unterschied, der im entscheidenden Moment überraschend viel ausmachen kann.
⛰️ Learning 2: Weniger Gas ist oft die bessere Lösung
Wenn die Räder anfangen durchzudrehen, möchte man fast automatisch mehr Gas geben. Genau das verschlimmert die Situation jedoch häufig, weil sich das Fahrzeug immer weiter eingräbt. Viel sinnvoller ist es, ruhig zu bleiben, das Gaspedal fein zu dosieren und dem Fahrzeug die Möglichkeit zu geben, wieder Grip aufzubauen. Geduld bringt hier oft deutlich mehr als Leistung.
🛞 Learning 3: Weniger Lenken bedeutet oft weniger Widerstand
Auch beim Lenken habe ich etwas gelernt, das ich so bisher nicht wusste. Je stärker die Räder eingeschlagen sind, desto größer wird der Widerstand auf losem Untergrund. Häufig hilft es deshalb, zunächst möglichst gerade anzufahren und erst dann langsam einzulenken, wenn wieder ausreichend Traktion vorhanden ist.
👣 Learning 4: Lieber einmal aussteigen als später feststecken
Diesen Tipp werde ich künftig definitiv beherzigen. Viele Wege wirken auf den ersten Blick völlig unproblematisch. Erst wenn man kurz aussteigt, erkennt man lockeren Sand, tiefe Spurrillen, ausgewaschene Stellen oder eine feuchte Wiese. Diese eine Minute kostet kaum Zeit und kann im Zweifel eine Menge Stress ersparen.
💡 Learning 5: Die schwierigsten Stellen sehen meistens völlig harmlos aus
Vielleicht ist genau das mein wichtigstes Learning aus dem gesamten Offroad-Training. Nicht die spektakulären Passagen sind es, die einen Camper an seine Grenzen bringen. Viel häufiger sind es genau die Stellen, bei denen man sich denkt: „Ach, das wird schon gehen.“ Ein unscheinbarer Feldweg, eine leicht abschüssige Wiese oder die letzten Meter bis zum Stellplatz können manchmal deutlich anspruchsvoller sein, als sie auf den ersten Blick wirken.
🤲 Learning 6: Das Lenkrad bewusst halten - am besten auf 10 und 14 Uhr
Ein Tipp, den ich so vorher noch nie gehört hatte: Auf losem Untergrund sollte man das Lenkrad möglichst mit beiden Händen sicher auf 10 und 14 Uhr greifen. Wenn ein Rad plötzlich auf einen größeren Stein trifft oder in eine Spurrille gerät, können starke Kräfte auf die Lenkung wirken. Hält man das Lenkrad locker oder sogar einhändig, kann es einem regelrecht durch die Hände schlagen. Mit einer stabilen Handposition behält man deutlich mehr Kontrolle und kann entspannter auf unerwartete Bewegungen reagieren.
👀 Learning 7: Im Gelände fährt nicht nur die Vorderachse - behalte immer auch dein Heck im Blick
Ein Punkt, den ich besonders spannend fand: Im Gelände folgt das Fahrzeug nicht immer genau der Linie, die man vorne fährt. Gerade auf losem Untergrund, in Schrägfahrten oder wenn sich das Fahrzeug versetzt, kann das Heck deutlich weiter ausschwenken oder versetzen, als man erwartet. Der Instructor meinte sinngemäß: "Das Heck kann dich im Gelände manchmal überholen."
Natürlich ist das überspitzt formuliert, aber genau dadurch bleibt der Satz im Kopf. Während man sich vorne oft auf Hindernisse konzentriert, vergisst man schnell, dass sich hinten ebenfalls fast sieben Meter Fahrzeug bewegen. Deshalb lohnt es sich, nicht nur den Weg vor der Motorhaube im Blick zu haben, sondern regelmäßig auch die Spiegel zu nutzen und sich bewusst zu machen, wie sich das Heck gerade verhält. Gerade zwischen Bäumen, Felsen, Begrenzungspfosten oder auf schmalen Wegen kann genau das den entscheidenden Unterschied machen.
Mein größtes Learning war am Ende das Verständnis dafür, wie ein Camper auf unterschiedlichem Untergrund reagiert. Genau dieses Wissen hilft dir nämlich unabhängig davon, ob du Front-, Heck- oder Allradantrieb fährst.
Was mich außerdem beeindruckt hat
Neben dem Fahrzeug durfte ich auch das Team von Sunlight kennenlernen und genau das möchte ich an dieser Stelle ebenfalls erwähnen.
Ich habe den Marketingleiter kennengelernt, mit der Presseabteilung viel Kontakt gehabt und Menschen getroffen, die mit unglaublich viel Leidenschaft an neuen Ideen arbeiten.
Was mir besonders gefallen hat, war die Nähe zur Camper-Community. Ich hatte sofort das Gefühl, dass hier nicht einfach nur Fahrzeuge entwickelt werden. Stattdessen wird genau hingehört, welche Wünsche und Herausforderungen Camper unterwegs tatsächlich haben und wie sich diese in sinnvolle Lösungen übersetzen lassen.
Dieses Verständnis merkt man dem IBEX meiner Meinung nach an.
Was dieser Tag bei mir verändert hat
Nein, bin jetzt nicht plötzlich zum Extrem-Offroad-Fan geworden.
Aber hat der Sunlight IBEX eine neue Perspektive eröffnet?
Ja.
Für genau die Art von Roadtrips, die ich liebe, kann ein Fahrzeug wie der IBEX einen echten Mehrwert bieten. An den Tagen, an denen der letzte Kilometer über losen Schotter führt, der Stellplatz nach einem Regenschauer aufgeweicht ist oder der Feldweg doch etwas tiefer ausgefahren ist, als er von Weitem aussah.
Und irgendwie habe ich nach diesem Tag das Gefühl, dass unsere gemeinsame Geschichte noch nicht ganz zu Ende erzählt ist.
Ein Offroad-Training zeigt, was ein Fahrzeug grundsätzlich kann. Ein echter Roadtrip zeigt aber erst, wie es sich anfühlt, mehrere Wochen darin zu leben, zu reisen und jeden Tag neue Straßen, Stellplätze und Untergründe zu entdecken.
Ob ich mit dem IBEX dafür noch einmal unterwegs sein werde, weiß ich im Moment ehrlich gesagt nicht.
Sollte sich die Gelegenheit ergeben, nehme ich euch von Anfang an mit. Dann testen wir ihn gemeinsam dort, wo meine Reisen normalerweise stattfinden - in Skandinavien, Kroatien, Slowenien oder im Allgäu. Mit ehrlichen Erfahrungen, vielen Alltagseinblicken und jeder Menge Tipps für alle, die selbst vom Camperleben träumen.
Also bleibt gerne hier und folgt mir auf Instagram.
Vielleicht startet das nächste Kapitel ja schon bald. 🚐🤍
Manuela


