Warum ich mit dem Sunlight IBEX losgezogen bin, obwohl ich meinen Grand California liebe
Drei Jahre, rund 60.000 Kilometer und unglaublich viele schöne Erinnerungen. Mein Grand California 680 und ich haben schon einiges zusammen erlebt. Ich habe ihn individualisiert, ihm ein großes Autarkie-Setup spendiert und ihn zu einem kleinen Zuhause gemacht, in dem ich mich richtig wohlfühle.
Warum ich trotzdem neugierig auf einen anderen Camper war? Weil es den einen perfekten Camper wahrscheinlich nicht gibt. Aber einen, der ziemlich gut zu deiner Art zu reisen passt. Und die darf sich verändern, genauso wie dein Leben.
Als Sunlight mit dem IBEX einen kompakten Allrad-Camper auf VW-Crafter-Basis vorgestellt hat, wollte ich deshalb wissen, wie sich das für mich anfühlt. Rund sechs Meter statt 6,80 Meter, trotzdem ein Bad, Platz zum Arbeiten und natürlich ein gemütliches Plätzchen für Kane.
Also ging es für rund zweieinhalb Wochen durch Österreich und Slowenien bis nach Kroatien. Ein echter Roadtrip mit Alltag, Laptop, Hund und allem, was unterwegs dazugehört.
Hier teile ich meine Erfahrungen mit dem Sunlight IBEX und einige meiner liebsten Campingplätze entlang dieser Reiserichtung. Manche kenne ich seit Jahren, manche habe ich schon häufiger besucht. Und einige davon findest du ganz bewusst hier auf dem Blog, weil ich sie gerne mit den Menschen teile, die meine Reisen schon länger begleiten.
Sunlight IBEX oder Grand California 680? Was mir unterwegs wichtig ist
Beide Fahrzeuge basieren auf dem VW Crafter. Mein Grand California ist von Volkswagen ausgebaut, der IBEX von Sunlight. Trotzdem geht es mir hier weniger um einen direkten Modellvergleich als um die Frage, welches Fahrzeug zu welcher Art von Reise passt.
Kompakter unterwegs, ohne auf alles zu verzichten
Ich nutze meinen Camper auch im Alltag. Deshalb interessieren mich die kürzeren Abmessungen mindestens genauso wie auf Reisen. Beim Rangieren, auf engeren Zufahrten und bei kleinen Stellplätzen machen rund 80 Zentimeter weniger Länge für mich einen spürbaren Unterschied.
Der aktuelle Sunlight IBEX 604D auf VW-Basis ist 5,99 Meter lang und 2,72 Meter hoch. Damit fällt er auch niedriger aus als mein Grand California 680.
Trotzdem wollte ich mich innen wohlfühlen. Ich arbeite unterwegs viel im Camper und möchte bei schlechtem Wetter auch gerne mal drinbleiben können. Ein eigenes Bad gehört für mich ebenfalls dazu, selbst wenn ich häufig Campingplätze mit Sanitäranlagen anfahre.
Genau diese Kombination hat mich am IBEX neugierig gemacht. Kompakter unterwegs sein und trotzdem die Dinge dabeihaben, die mein Reisen angenehm machen.
Warum mich Allrad interessiert, obwohl ich kein Hardcore-Offroader bin
Ich liebe kleine Naturspots. Auch solche, bei denen die letzten Meter über eine unbefestigte Zufahrt oder eine ausgewaschene Schotterpiste führen. Dafür finde ich Allrad spannend.
Gemeint sind ausdrücklich offizielle Camping- und Stellplätze mit erlaubter Zufahrt. Ich bin kein Fan davon, irgendwo in die Natur hineinzufahren und mich hinzustellen, wo es eigentlich nicht vorgesehen ist. Gerade weil ich oft als Frau allein mit Hund unterwegs bin, fühle ich mich auf offiziellen Plätzen wohler.
Allrad ist für mich dabei eine zusätzliche Unterstützung auf geeigneten Wegen. Ob eine Zufahrt wirklich passt, hängt trotzdem von Untergrund, Wetter und Fahrzeug ab.
Mein größter Knackpunkt beim Grand California ist die Zuladung
Offroad-Reifen, Autarkie-Setup und persönliche Ausstattung haben meinen Grand California für mich noch schöner gemacht. Sie bringen allerdings auch Gewicht mit.
Weil ich unter 3,5 Tonnen bleiben möchte, ist meine Gewichtsreserve inzwischen ziemlich knapp. Ich reise deshalb mit wenig Gepäck. Trotzdem möchte ich Dinge wie mein Stand-up-Paddle gerne mitnehmen, und genau dann wird es schnell eng.
Beim aktuellen IBEX 604D ergeben die veröffentlichten Nennwerte rechnerisch rund 438 Kilogramm Differenz zwischen fahrbereitem Gewicht und 3,5 Tonnen Gesamtmasse. Die tatsächlich verfügbare Zuladung hängt aber vom einzelnen Fahrzeug, seiner Ausstattung und den Gewichtstoleranzen ab. Kürzer bedeutet also nicht automatisch mehr Zuladung. Für meine Überlegungen ist die mögliche Gewichtsreserve trotzdem ein wichtiger Punkt.
[Hier meine Liste zum Autarkie-Setup im Grand California.]
Welche Anpassungen ich mir beim IBEX vorstellen könnte
Wäre der IBEX mein eigenes Auto, würde ich mir vor allem die Stromversorgung genauer anschauen. Eine passende Lithium-Batterie, ein Wechselrichter zum Arbeiten und eine mögliche Solarlösung wären für mich interessant.
Was sich sinnvoll nachrüsten lässt, würde ich vorher mit Sunlight beziehungsweise einem Fachbetrieb klären. Gerade bei der Dachkonstruktion möchte ich wissen, welche Lösungen vorgesehen und freigegeben sind.
Und welche Kompromisse bleiben?
Weniger Fahrzeuglänge bedeutet natürlich auch, dass der Raum anders aufgeteilt werden muss. Beim Querbett steigt zu zweit gegebenenfalls einer über den anderen. Wer getrennte Längsbetten gewohnt ist, sollte das vor einer Entscheidung ausprobieren.
Ich reise überwiegend allein mit Kane und manchmal zu zweit. Für mich hat das Raumgefühl deshalb richtig gut gepasst. Auch für den Hund findet sich unkompliziert ein Platz.
Das Design hat mich ohnehin angesprochen, aber auch im Reisealltag hat mir der Ausbau gefallen. Die Verarbeitung wirkte auf mich hochwertig, während meines Tests hat nichts störend geklappert und viele Details haben sich als durchdacht erwiesen.
Für meine Art zu reisen haben die Vorteile klar überwogen. Mein Grand California bleibt ein geliebtes Zuhause auf Rädern. Der IBEX hat mir gleichzeitig gezeigt, wie gut sich ein kompakterer Camper für mich anfühlen kann.
[Hier meine ausführliche Liste mit Vorteilen des IBEX.]
Meine Campingtipps für Österreich, Slowenien und Kroatien
Vielleicht planst du gerade schon deinen Roadtrip fürs nächste Jahr und sammelst die ersten Orte, bei denen du denkst, da möchte ich hin. Genau dafür kommen jetzt meine Tipps.
Die Plätze sind eine Sammlung aus mehreren Reisen. Du musst sie also nicht alle in einen Urlaub packen. Als grobe Reiserichtung ab Süddeutschland bietet sich diese Reihenfolge an.
Chiemsee als erster Stopp auf dem Weg nach Österreich
Wenn du in Süddeutschland startest, schreib dir Camping Seehäusl in Chieming auf deine Liste. Ein wunderschöner kleiner Campingplatz direkt am Chiemsee, mit Blick aufs Wasser und die Berge.
Von dort kannst du am See entlang nach Chieming laufen. Mein persönliches kleines Genussprogramm besteht aus Eis bei der EISeria, wo es auch Hundeeis gibt, und einem Besuch bei KAVA coffee roasters für richtig guten Kaffee und Kuchen. Genau solche Spaziergänge machen für mich schon den ersten Urlaubstag aus.
Zum Planen findest du hier Camping Seehäusl, KAVA Coffee Roasters und die Chieminger EISeria.
Österreich mit dem Camper, mein Tipp am Faaker See
Bevor es weiter nach Slowenien geht, lohnt sich für mich ein Stopp am Faaker See in Kärnten. Dieses blaue Wasser ist einfach jedes Mal wieder schön.
Strandcamping Anderwald liegt direkt am See im Uferwald. Ich habe den Platz als entspannt und hundefreundlich erlebt und mag die Atmosphäre dort sehr.
Und wenn du dort im Gasthaus sitzt, kann ich dir aus eigener Erfahrung den Apfelstrudel empfehlen. Für solche Pausen darf ein Roadtrip gerne ein bisschen länger dauern.
Hier geht es zu Strandcamping Anderwald.
Naturcamping bei Kranjska Gora in Slowenien
Wenn du einen naturnahen Campingplatz in den slowenischen Alpen suchst, schau dir Natura Eco Camp bei Kranjska Gora an. Der Platz liegt auf einer von Wald umgebenen Wiese und passt wunderbar, wenn du gerne etwas näher an der Natur übernachtest.
Von hier kannst du die Gegend rund um den Jasna-See erkunden. Ein weiteres Ausflugsziel in der Umgebung ist das Planica Nordic Centre mit seinen bekannten Skisprung- und Skifluganlagen.
Alle Informationen findest du bei Natura Eco Camp und beim Plancia Nordic Centre .
Camping Šobec bei Bled, auch mit Hund eine schöne Adresse
Camping Šobec ist einer meiner Tipps für die Region rund um Bled. Der Platz hat einen eigenen Badesee und liegt direkt an der Sava.
Für alle, die mit Hund reisen, ist die Unterscheidung wichtig. Hunde sind auf dem Campingplatz willkommen, dürfen aber nicht im Badesee schwimmen. Dafür gibt es am Fluss zwei ausgewiesene Hundebadestellen.
Von hier aus kannst du schöne Spaziergänge und längere Touren unternehmen, auch Richtung Bled. Dort gehören Kaffee, Eis und ein bisschen am See entlangschlendern für mich einfach dazu.
Ich habe außerdem eine kleine Liste mit Ausflugsideen in der Umgebung gespeichert, unter anderem mit einer Schokoladenadresse. Wenn dich das interessiert, schreib mir gerne, dann schicke ich sie dir.
Hier findest du Camping Sobec.
Mein kleiner Campingtipp im Soča-Tal bei Bovec
Glamping Gozdna Jasa bei Bovec ist eine kleine Adresse, die ich dir für das Soča-Tal ans Herz legen möchte. Neben den Glamping-Zelten gibt es dort auch Campingmöglichkeiten für Gäste mit eigener Ausrüstung.
Gerade weil der Platz klein ist, würde ich unbedingt vorher anfragen, deinen Camper samt Abmessungen angeben und reservieren. So weißt du, dass du auch wirklich einen passenden Platz bekommst.
Hier geht es zu Glamping Gozdna Jasa.
Istrien mit dem Camper, Natura Camp Karli
Auf dem Weg weiter nach Süden mag ich Natura Camp Karli bei Kaštelir im Hinterland von Novigrad und Poreč.
Der Platz liegt zwischen Wald und Olivenhainen. Du stehst hier nicht direkt am Meer, sondern etwas abseits vom Küstentrubel. Bis zur Küste sind es laut Betreiber ungefähr acht Kilometer. Für mich ist das ein schöner Zwischenstopp, wenn ich unterwegs ein bisschen Ruhe suche.
Schreib vorher eine E-Mail und lass dir die Reservierung bestätigen. Gerade bei kleinen Plätzen würde ich in der Saison nicht darauf setzen, dass spontan noch etwas frei ist.
Hier findest du Natura Camp Karli.
Camping rund um Pakoštane und Drage in Kroatien
Die Gegend rund um Pakoštane und Drage in Norddalmatien mag ich besonders gerne. Hier gibt es mehrere Campingplätze, die du dir für entspannte Tage am Meer anschauen kannst.
Für deine Planung habe ich dir meine Adressen zusammengestellt. Sie liegen in Pakoštane, Drage und der weiteren Umgebung, also prüfe vor dem Buchen den genauen Standort.
Als grobe Reiserichtung ab Süddeutschland bietet sich diese Reihenfolge an:
📍 Camping Seehäusl am Chiemsee
Ein wunderschöner Stopp direkt am See, von dem du am Ufer entlang nach Chieming spazieren kannst, um dir bei der EISeria ein Eis, auch für den Hund, und bei KAVA guten Kaffee und Kuchen zu gönnen.
https://www.camping-seehaeusl.de/
EISeria und weitere Gastronomie in Chieming
📍 Strandcamping Anderwald am Faaker See
Direkt am blauen See im Uferwald stehen, mit dem Hund die Umgebung erkunden und anschließend im Gasthaus einen Apfelstrudel genießen, so sieht für mich ein entspannter Zwischenstopp aus.
https://www.campinganderwald.at/de/
📍 Natura Eco Camp bei Kranjska Gora
Ein naturnaher Platz auf einer von Wald umgebenen Wiese, von dem aus du Ausflüge zum Jasna-See und zum beeindruckenden Planica Nordic Centre unternehmen kannst.
📍 Camping Šobec bei Bled
Von hier kannst du eine längere Wanderung nach Bled mit Kaffee und Seeblick verbinden, während am Campingplatz die Hundebadestellen an der Sava für Abkühlung sorgen, denn im platzeigenen Badesee dürfen Hunde nicht schwimmen.
📍 Glamping Gozdna Jasa bei Bovec
Eine kleine, persönliche Adresse für deine Zeit im Soča-Tal, bei der ich unbedingt vorher reservieren und die Abmessungen deines Campers angeben würde.
📍 Natura Camp Karli bei Kaštelir
Zwischen Wald und Olivenhainen findest du einen ruhigen Zwischenstopp im istrischen Hinterland, von dem du für einen Ausflug ans Meer ungefähr acht Kilometer bis zur Küste fährst.
https://naturacamp-karli.com/de/
📍 Autocamp Nordsee in Pakoštane
Hier stehst du direkt am Meer und kannst am Strand entlang in ungefähr zehn Minuten in den Ortskern von Pakoštane spazieren, um etwas essen zu gehen oder deine Vorräte aufzufüllen.
https://www.autocamp-nordsee.com/
📍 Camp Roko in Drage
Eine Adresse für deine Campingplanung rund um Drage, bei der ich frühzeitig nach einem passenden Stellplatz fragen und mir die Reservierung bestätigen lassen würde.
https://www.kamp-roko-drage.com/
📍 Camp Kalebić bei Prosika
Diesen Platz kannst du dir für deine Weiterreise südlich von Drage vormerken und vor der Buchung die genaue Lage und Zufahrt für deinen Camper anschauen.
📍 Camp Romantica in der Bucht Lučica
Ein Campingstopp in der Bucht Lučica, den du für ein paar ruhigere Tage an der Küste auf deine Liste setzen und gerade in der Saison rechtzeitig anfragen solltest.
https://www.camp-romantica.com/index_en.htm
📍 Camp Oaza Lučica
Hier verbinden sich Olivenbäume und die Lage am Strand zu einem schönen Ort für entspannte Meerestage, für die ich mir bewusst etwas mehr Zeit einplanen würde.
So suche ich kleine Campingplätze und passende Stellplätze
Für meine Stellplatzsuche nutze ich gerne die Camping App Eu, Vansite und Hinterland Camp. Je nach Reiseziel ergänzen sie sich für mich gut bei der Suche nach Campingplätzen und naturnahen Übernachtungsmöglichkeiten.
Mein wichtigster Tipp kommt aber nach dem ersten schönen Bild. Schau dir den Platz auch auf Google Maps an. Ich prüfe die Zufahrt, aktuelle Fotos und Bewertungen und schaue, ob der Spot zu meinem Fahrzeug und zu dem passt, was ich gerade suche.
Wenn ich unsicher bin, frage ich direkt nach. Gerade bei engen Zufahrten, kleinen Parzellen oder einer Anreise mit Hund spart das viel Rätselraten.
Reservierungen, Öffnungszeiten und die aktuellen Regeln für Hunde würde ich vor der Reise noch einmal direkt beim jeweiligen Betreiber prüfen. Und plane dir ruhig etwas Luft ein, falls du an einem Ort länger bleiben möchtest.
Welcher Camper passt zu deinem nächsten Roadtrip?
Nach diesem Roadtrip war ich vom Sunlight IBEX wirklich begeistert. Für mich hat die Kombination aus kompakteren Abmessungen, Allrad und einem vollwertigen kleinen Wohnraum richtig gut funktioniert.
Vielleicht brauchst du mehr Platz, vielleicht möchtest du möglichst wendig unterwegs sein. Vielleicht fährst du allein mit Hund oder meistens zu zweit. Entscheidend ist für mich, wie sich ein Fahrzeug in deinem tatsächlichen Reisealltag anfühlt.
Ich wünsche dir mega viel Freude bei deiner Roadtrip-Planung durch Österreich, Slowenien und Kroatien. Beim Spots-Sammeln, Route-Zusammenstellen und bei dieser schönen Vorfreude, wenn aus einem „Da möchte ich irgendwann hin“ langsam die nächste Reise wird.
Und unterwegs wünsche ich dir ganz viele Orte, an denen du morgens aufwachst und denkst, hier bleibe ich noch ein bisschen. 🤍
Manuela

